IMPROVISATIONSMÄRCHEN

KinderKindern der Grundschule habe ich Improvisationsmärchen in Interaktion mit ihnen erzählt. In Versen und kurzen Gedichten haben die Kinder ihre Gefühle und Erlebnisse im Zusammenhang mit Sinneserfahrungen ausgedrückt. In einem über das Schuljahr fortlaufenden Kurs haben wir ein gemeinsames Klassenmärchen geschrieben und zum Jahresende szenisch aufgeführt.

Kinder im Grundschulalter können beim Zuhören eines Märchens den freien Lauf ihrer Gefühle erfahren und somit einen Zugang zu ihrem Inneren erhalten. Bewusst Worte zu finden für das, was sie in sich fühlen ist der Anfang des sich Kennenlernens. Sie lernen Inneres nach außen zu bringen und sich von anderen „erfahrbar“ zu machen. Die Entwicklung dieser Fähigkeiten ist für den mündlichen Unterricht aller Fächer sehr förderlich und für den Deutschunterricht von besonderer Bedeutung.

Wie viele Kinder finden zuerst nicht den Weg zu sich selbst und später nicht aus sich heraus!

Wie viele Kinder sitzen jahrelang auf ihren Stühlen im Klassenzimmer versteckt! Der Konflikt mit Mitschülern oder mit einigen Lehrern und das ständige Getöse und Durcheinander im Klassenzimmer können auch als Versteck dienen.

 

Die Seminarreihe WortKlangKörper widmet sich Erfahrungen, die nachts sowie tagsüber gemacht werden können.
Mit Odysseus dichten, Poetischer Herbst, Poesie und Sinne, Poesie und Ritual,
Wort Ritual Baum.

 

WORTE FÜR UNSER INNENLEBEN FINDEN

KinderIn diesem Seminar lernen Kinder Worte für ihr Innenleben zu finden, das oft weder in der Familie noch in der Schule angesprochen wird. Darüber hinaus verbessern sie ihren mündlichen Ausdruck.

Grundsätzlich baut sich das Seminar aus Sinneserfahrungen und Ritualen zusammen. Hier zwei Beispiele.

 

SINNE

Sinneserfahrungen sind entscheidend, um den Weg zu sich selbst zu finden. Das Fünf Geräusche Hören: Die Kinder sitzen mit verbundenen Augen im Kreis. Einzeln werden fünf ungewöhnliche Geräusche vorgespielt (z.B. wird eine Vogelfeder an den Ohren des Kindes vorbeigestreift.) Die Kinder sollen in sich hineinspüren und ein Wort oder einen Vergleich für jedes Geräusch finden.

 

RITUALE

Auch für Kinder gibt es geeignete Rituale. Auch sie spüren, dass sie früher Kindergartenkinder gewesen sind und später nicht mehr Grundschulkinder sein werden. Sprungritual: Barfuss springen sie beidbeinig auf einen Stuhl, von da aus auf einen Tisch und dann wieder auf den Boden. Mit verbundenen Augen sollen sie dann das „magische Wort“ in sich spüren, das diese Sprünge in ihnen hervorgebracht haben. Das Wort wird dann auf ein buntes Kärtchen geschrieben und unter einen Stein zu den Kärtchen der anderen Kinder gelegt.

Die in den Übungen gesammelten Worte können in den darauf folgenden Stunden Ausgangspunkt für einen Gedanken, ein Gedicht oder einen Text sein.