Die Heilkraft der Worte

Wie die Poesietherapie bei psychischen Problemen hilft

 

 

Zeitschrift VITAL

Wie die Zeitschrift VITAL in ihrer aktuellen Ausgabe (10/09; EVT: 23. September) berichtet, belegen immer mehr wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit der sogenannten Poesietherapie.
Bei dieser Therapie absolvieren die Patienten zunächst eine Entspannungsübung, um
danach zu einem Bild oder einem anderen Thema spontan ihre Gedanken nieder zu schreiben. “Während dieses Schreibens und bereits davor durchlaufen die Patienten verschiedene Phasen der Reflexion”, erklärt Dr. Silke Heimes aus Darmstadt. (…)
Beim Schreiben erhielten die Patienten
Zugang zu unklaren Gefühlen, Unsicherheiten, Erinnerungen und Ängsten und entwickelten darüber hinaus das Gefühl, aktiv an der Lösung der eigenen Probleme beteiligt zu sein. Es ist diese Verbindung zwischen dem Bewusstsein und dem Unbewussten, die die Poesietherapie so auszeichnet. In den USA ist sie bereits seit den 60er Jahren neben Mal-, Tanz- und Musiktherapie als ein Zweig der Kunsttherapie anerkannt.
Vor allem bei Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen oder Burnout kann die Poesietherapie sehr gut unterstützend eingesetzt werden. “Das Gefühl der Resignation und Ohnmacht, das mit zahlreichen psychischen Leiden einhergeht, erhält ein Gegengewicht”, erläutert Professor. Dr. Hans Ulrich Seizer. 

 

 

WR2 Wissen: Poesietherapie 26.06.08 08:30 Uhr

Kann Schreiben heilen? Worte können trösten und neue Perspektiven eröffnen. Wer sich seine Sorgen “von der Seele” schreibt, bringt Dinge auf den Punkt, fühlt sich erleichtert und sieht klarer. Aber kann man auch gegen schwere Krankheiten “anlesen” oder sich sogar “gesund schreiben”? Amerikanische Studien haben nachgewiesen, dass starke chronische Schmerzen durch die “Poetry Therapy” gelindert werden. Auch der körperliche Zustand von Krebs- oder Herzkranken könne sich durch eigenes Schreiben nachhaltig bessern. (…)

 

 

Mag. Daniela Pucher

Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen”, schrieb kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe. Nicht umsonst schreiben Menschen Tagebücher oder haben den Wunsch, ihre Familiengeschichte oder eine Autobiografie zu verfassen. Im Schreibprozess steckt immer auch ein Stück Heilung, ein Stück Versöhnung mit der Vergangenheit. Die Poesietherapie wird als eine Spezialdisziplin der Kunsttherapie gesehen – für meine Arbeit hat sie natürlich einen besonderen Stellenwert, weil ihre Methoden und Erkenntnisse im Autorencoaching und manchmal auch in meine Workshops einfließen. (…)